KRISENFONDS FÜR OLIM 
 
„Ach, Herr, HERR, siehe, du hast den Himmel und die Erde gemacht mit deiner großen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arm; dir ist nichts unmöglich!“ – „Siehe, ich, der HERR, bin der Gott alles Fleisches; sollte mir irgendetwas unmöglich sein?“
 Jeremia 32,17.27
 
 

Vor über 2500 Jahren sprach Gott zum Propheten Jeremia, als Israel in einer seiner größten Krisen war: Der Prophet sollte sich in Israel ein Stück Land kaufen – dabei saß er gerade unschuldig im Gefängnis und das Land stand vor der Verwüstung. Doch er gehorchte, im Glauben daran, dass das Land eines Tages wieder besiedelt sein würde.
 
Auch Israel und das jüdische Volk ist von den Erschütterungen der momentanen Virus-Krise betroffen. Das gilt sowohl für die Juden, die noch in der Diaspora sind, als auch für diejenigen, die bereits heimgekehrt sind.
 
Ebenezer hilft jetzt zusätzlich den Olim, die bereits ihre Arbeit gekündigt sowie ihre Wohnungen und Häuser verlassen haben und jetzt festsitzen, weil die Flüge abgesagt sind. Zudem lässt Israel im Moment nur Einwanderer ins Land, wenn die nachweisen können, dass sie sich sofort für 14 Tage in Quarantäne begeben.
 
Hier ein Beispiel von vielen; diese Meldung erreichte uns von unserem Moskauer Team am Donnerstag, 12. März 2020:
„Eine Familie aus Oryol mit einem behinderten Familienmitglied wollte heute Aliyah machen.
Jetzt mussten wir sie vorübergehend im Hotel unterbringen, bis es wieder einen Flug gibt – hoffentlich am Sonntag. Die Kosten übernimmt Ebenezer.“
 
Mit hoher Wahrscheinlichkeit spitzt sich die Situation in den nächsten Wochen weiter zu; diese Lage könnte für einige Monate andauern.
 
Aus Israel kam heute morgen eine konkrete Anfrage, ob wir Lebensmittelpakete finanzieren könnten für Olim, die sich derzeit in Quarantäne befinden. Die ersten 3000 Dollar haben wir bereits freigegeben, aber wir benötigen wesentlich mehr, denn

Unsere Partnerorganisationen in Israel rechnen bald mit 400 neuen Olim aus Äthiopien, Russland und anderen Ländern, und auch die müssen nach der Ankunft alle in Quarantäne gehen. Zum jetzigen Stand konnten wir bereits 100 Gutscheine für Lebensmittelpakete ausgeben, weitere 100 sollen in den nächsten Tagen verteilt werden.
 
Jetzt, in dieser Not, können wir dem Volk Gottes unsere Liebe zeigen, sie sichtbar werden lassen.
 
Bitte überlegen Sie im Gebet, ob Sie zusätzlich zu Ihrer regelmäßigen Unterstützung in dieser Krise hierzu einen Beitrag leisten möchten.
 
Erst gestern las ich die Zeilen eines Rabbiners: „Diese jetzige Krise könnte für die Juden ein Zeichen sein, dass Zeiten kommen, in denen die Türen nach Israel sich schließen; vielleicht nehmen sie jetzt die Chance wahr, Aliyah zu machen, solange dies noch möglich ist.“
 
Ihre Spenden geht dorthin, wo wir den größten Bedarf sehen wahrscheinlich zu 50 % nach Israel und zu 50 % an Olim, die unterwegs am Flughafen festsitzen, in Moskau und anderswo. Geben Sie als Verwendungszweck einfach „Sonderspende“ an.
 
Im Namen des gesamten internationalen Ebenezer-Vorstands und unserer Mitarbeiter danke ich Ihnen herzlich für alle Unterstützung in dieser herausfordernden Zeit.
 

 

Johannes Barthel
Regionaler Koordinator für das Gebiet
der ehemaligen Sowjetunion, Israel und Teile Europas